Mediation

Seit Sommer 2014 ist Rechtsanwalt Mönter auch als Mediator tätig. Die dazugehörige und intensive Ausbildung erfolgte durch namhafte Anwaltsmediatoren der sog. „Konstanzer Schule für Mediation“  und endete mit Übergabe des avisierten Zertifikats.

Rechtsanwalt Mönter ist Mitglied des Verbandes der Mediatoren Nord (VMN) e.V..

Der Begriff „Mediation“ wird aus dem Englischen abgeleitet. Das Verfahren als solches wurde in Amerika entwickelt. Die Idee, eine neutrale Person ohne Entscheidungsbefugnis als Vermittler einzusetzen, hat jedoch eine lange Tradition. Formen der Mediation finden sich in der westlichen oder abendländisch-christlichen Kultur ebenso wie in Asien und Afrika.

Ein gutes Beispiel für eine frühe Mediation ist der westfälische Frieden, der in Münster und Osnabrück verhandelt wurde und 1648 zur Beendigung des dreißigjährigen Krieges führte. Papst Urban entsandte den Diplomaten Fabio Chigi als Friedensmittler –mediator pacis –  zum Kongress nach Münster. Weiterer Vermittler war der venezianische Botschafter Alvise Contarini. Er wurde seinerzeit als Gesandter und Mediator bezeichnet.

Bei der Mediation handelt es sich um ein strukturiertes Verfahren zur Beilegung verschiedenster Konflikte. Der Mediator tritt dabei als neutraler Konfliktmoderator auf und unterstützt die Parteien bei der Lösungsfindung. In verschiedenen Verfahrensschritten wird die Lösung von den Parteien einvernehmlich erarbeitet. Dabei gilt es für den Mediator, die für die Parteien wichtigen Themen und Interessen zu ergründen. Wenn diese oft unausgesprochenen Belange erst einmal benannt und ausgeführt sind, ergibt sich eine Lösung häufig schnell und unkompliziert.

In anderen, insbesondere auch westlichen Ländern, nimmt die Mediation bereits eine bedeutende Rolle bei der Konfliktbereinigung ein. Deutschland hängt dieser Entwicklung zwar etwas nach, allerdings ergeben sich auch hier mittlerweile optimistische Ansätze.

Mediationsgeeignet sind eigentlich alle Konflikte auf der Ebene des Zivilrechts. Dabei kommt dem Bereich der Familien- und Wirtschaftsmediation eine besondere Bedeutung zu. Zu letzterem zählt auch die Aufarbeitung verschiedenster innerbetrieblicher Konflikte. Auch das sog. „private Baurecht“ bietet sich für das Verfahren förmlich an, da hier die meisten Prozesse ohnehin verglichen werden. Dabei ist nicht erforderlich, dass der Mediator über besondere Rechtskenntnisse in den jeweils zu behandelnden Konfliktbereichen verfügt. Aufgrund seiner Neutralität wird er grundsätzlich nicht beratend tätig; soweit Rechtsrat erforderlich ist, werden externe Berater hinzugezogen.

Der Vorteil einer Mediation gegenüber den herkömmlichen Prozessverfahren liegt vor allem in einer relativ schnellen, häufig kostengünstigeren Verfahrensweise, sowie der eigenverantwortlichen Beteiligung an der Entscheidungsfindung begründet. Es entscheiden nicht Dritte (Gerichte), sondern die Parteien selbst. Solange also noch Gesprächsbereitschaft besteht, kann eine Mediation häufig schnell und effektiv ohne Anrufung des Gerichts helfen.

Die bei der Mediation erzielten Lösungen können ebenso wie Gerichtsurteile  rechtsverbindlich vereinbart und ausgefertigt werden.

Nicht zu verwechseln ist diese Art der außergerichtlichen Konfliktbeilegung mit der nach Klageerhebung seitens der Gerichte möglichen Initiativen wie Güteversuch vor dem Güterichter etc..

P. Mönter, Rechtsanwalt und Mediator